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Mit FH direkt ins Doktorat?

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Ist es nicht so, dass man ein Doktoratsstudium erst machen kann, wenn man einen Betreuer bzw. ein Thema/Studienprogramm hat? Wenn einem nun bestimmte Grundlagen fehlen wird das ja schnell auffallen, und man wird wohl eher keinen Betreuer finden, der sich darauf einlässt bzw. das zutraut. Falls aber der FH-Absolvent rein von seinen Grundlagen und Wissen dazu in der Lage wäre: Wieso nicht? Es kann ja auch sein, dass er viel später, nach z.b. 10 Jahren Berufserfahrung in genau dem Gebiet seine Dissertation machen will.

Ein ähnliches Thema betrifft bei uns ja auch Master-Interessenten. Laut Aussagen einiger, auch älterer Studenten fordert Prof. Prechtl von FH-und Fremd-TU-Absolventen Edyn und Automatisierung nach. Aus Prinzip - auch dann, wenn diese Fächer für den einen Master-Studiengang wenig bis gar nicht relevant sind. Ich wäre echt gespannt auf die Entscheidung, wenn das mal ausjudiziert werden sollte.

Und die Rechtfertigung, Edyn und Automatisierung für Computertechnik-Master zu verlangen steht auf dünnem Eis. Das Argument "Ja, Edyn kommt überall irgendwie vor" lasse ich nicht gelten, denn genausogut kann man sagen, dass weil heute alles in China gefertigt wird, man unabdinglich Chinesisch könnten muss ;) Am meisten interessieren würde mich, was ein Computertechnik-Student/Absolvent dazu sagen kann.

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Auch wenn ich die FH gerne als fasthochschule verunglimpfliche, würde ich hier sagen: warum nicht. Solange die wissenschaftliche Arbeit in Ordnung ist sehe ich keinen Grund dagegen zu sein.

Etwas off topic bzgl prechtl lässt edyn nachmachen. Ich habe gestern von Kollegen gehört dass man als Telekom Student von anderen unis kommend, selbst mit abgeschlossenen et bachelor edyn nachmachen muss. Was in dem Fall wirklich ein Problem ist, weil das teilweise Leute sind, die hier Telekom machen unter der Annahme, sie könnten Telekom auf englisch studieren und dann sollen sie ein Fach machen mit Deutsch aus dem Jahre 18**? :/

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Auch wenn ich die FH gerne als fasthochschule verunglimpfliche, würde ich hier sagen: warum nicht. Solange die wissenschaftliche Arbeit in Ordnung ist sehe ich keinen Grund dagegen zu sein.

Etwas off topic bzgl prechtl lässt edyn nachmachen. Ich habe gestern von Kollegen gehört dass man als Telekom Student von anderen unis kommend, selbst mit abgeschlossenen et bachelor edyn nachmachen muss. Was in dem Fall wirklich ein Problem ist, weil das teilweise Leute sind, die hier Telekom machen unter der Annahme, sie könnten Telekom auf englisch studieren und dann sollen sie ein Fach machen mit Deutsch aus dem Jahre 18**? :/

Somit hast du dich gerade enttarnt, ich war auch in dem Übungs- / Lernraum :P

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Somit hast du dich gerade enttarnt, ich war auch in dem Übungs- / Lernraum :P

Da hast du aber lange gebraucht :) ich bin dort quasi dauernd und sage überall das gleiche ;)

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Da hast du aber lange gebraucht :) ich bin dort quasi dauernd und sage überall das gleiche ;)

Ich bin nicht dauernd dort ;). Von daher bin ich mit mir zufrieden :)

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Ist finde ich eine interessante Sache. Meines Wissens nach werden/wurden die FHs auch auf 6 Sem (180 ECTS) Bachelor + 4 Sem (120 ECTS) Master umgestellt?! Vom ECTS-Aufwand her also gleich, warum also nicht auch gleichberechtigt?

Vorher waren da eher 8 Sem Studien die Regel, oder? So wie die meisten alten Diplom-/Magisterstudien in der Geisteswissenschaft.

Wenn man sich das international ansieht, ist ein 8 Sem (240 ECTS) Abschluss aus Österreich schnell mal nur einem Bachelor gleich (weil die oftmals ebenso 8 Sem dauern) und man wird damit auch nicht gleich zu einem Doktorat zugelassen; tw. muss man dann auch noch einen einjährigen Master nachholen. Ich glaub innerhalb der EU müssen sie einen allerdings lassen, wenn der akademische Grad einen im Inland zu einem Doktorat berechtigt, was ja ein 240 ECTS Magister z.B. tut.

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Vom ECTS-Aufwand her also gleich, warum also nicht auch gleichberechtigt?

Das Problem ist, dass die FHs einen anderen Fokus haben, viel anwendungsorientierter sind und bei den Grundlagen dafür viel Stoff einsparen. Die Leute sind dann nachher in der Wirtschaft sicher gut einsetzbar, aber für die Forschung halte ich die weitestgehend ungeeignet.

Die WU-Bakk.-Studien haben auch 180 ECTS, ich sag dir aber aus eigener Erfahrung, dass ein WU Studium und ein Studium der Elektrotechnik vom Aufwand her nicht zu vergleichen sind. Genauso ist es mir immer verdächtig vorgekommen, dass FH-Studenten rechtzeitig nach 10 Sem. ihr Studium abschließen, außer sie waren stinkfaul, die Leute auf der TU aber teilweise nach 17 Semestern noch kämpfen.

Wenn man sich das international ansieht, ist ein 8 Sem (240 ECTS) Abschluss aus Österreich schnell mal nur einem Bachelor gleich (weil die oftmals ebenso 8 Sem dauern) und man wird damit auch nicht gleich zu einem Doktorat zugelassen.

Das ist - soweit informiert bin - nicht ganz richtig: Das System ist da zwar überall anders, aber üblicherweise ist es meines Wissens nach z.B. in den USA so, dass du gleich mit dem Bachelor das Doktorat anfangen darfst. Die Fächer, die du dann absolvieren musst sind die aus dem Master. Wenn du dort einen Master hast, heißt das, du hast alle Pflichtfächer gemacht und einfach nur keine Diss geschrieben.

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Das Problem ist, dass die FHs einen anderen Fokus haben, viel anwendungsorientierter sind und bei den Grundlagen dafür viel Stoff einsparen. Die Leute sind dann nachher in der Wirtschaft sicher gut einsetzbar, aber für die Forschung halte ich die weitestgehend ungeeignet.

...

das würde ich so unterschreiben. die frage ist halt, warum man auf eine FH geht wenn man sich für forschung interessiert und das ist denke ich eine voraussetzung für ein ernstzunehmendes doktorratsstudium.

so gesehen glaube ich nicht, dass die von der anwendung zur wissenschaft "bekehrten" schäfchen, ein problem darstellen, sondern eher die titelritter, die das doktorratsstudium, als titelerarbeitungsvorgang sehen, anstatt sich ernsthaft für wissenschaft zu interessieren. andererseits denke ich dass eine dissertation an der TU zumindest soviel eigenständige arbeit erfordert, dass man ohne sich gründlich mit den grundlagen beschäftigt zu haben, nicht weit kommen wird und das unabhängig davon ob man seinen master auf der FH oder an einer uni gemacht hat.

ein bisschen fragwürdig würde ich es halt finden, wenn man jetzt folgendes überhand nehmen würde:

master in BWL an der FH, danach der donau-uni krems berufsbegleitend in 6 monaten, inklusive diss über "homoöpathieaspekte der mitarbeiterrationalisierung" o.Ä.. ich bezweifle dass das die idee der leute war die sich unser bildungssystem ausgedacht haben ...

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die frage ist halt, warum man auf eine FH geht wenn man sich für forschung interessiert und das ist denke ich eine voraussetzung für ein ernstzunehmendes doktorratsstudium.

Naja, dass sie vorher wissen, dass sie die Forschung reizt, kann man nicht verlangen, denke ich... Man entwickelt sich ja auch persönlich weiter und merkt erst nach einiger Zeit im Studium, was es ist, das einen wirklich interessiert.

so gesehen glaube ich nicht, dass die von der anwendung zur wissenschaft "bekehrten" schäfchen, ein problem darstellen, sondern eher die titelritter, die das doktorratsstudium, als titelerarbeitungsvorgang sehen, anstatt sich ernsthaft für wissenschaft zu interessieren.

Ich denke, die stellen beide ein ernsthaftes Problem dar. Das wird nämlich ein paar Effekte haben:

1) Weil viele die Grundlagen nicht mitbringen (und auch nicht mehr nachlernen müssen) und keine Vorstellung von wisschenschaftlicher Forschung besitzen werden viele nicht einmal einen Betreuer für ihre Diss finden und zwangsweise einen zugewiesen bekommen, der sie natürlich dementsprechend motiviert betreuen wird. Entsprechend viele werden wohl schon vor Beginn der Diss aufgeben.

2) Die Dissertanten, die überhaupt anfangen, werden erst einmal ihre fachlichen Defizite spüren. Wenn man Mathematik, Elektromagnetismus, Halbleiterphysik usw. nicht genug versteht kann man im Fach Elektrotechnik maximal eine Pimperldiss schreiben.

3) Wie üblich, werden 1) und 2) zu einem Aufschrei führen, von wegen die "FH-Absolventen werden diskriminiert" und Erleichterungen werden wie üblich folgen.

4) Die erste Dissertation mit der Aussage "Ich habe 1000 Handys in die Mikrowelle gelegt und die Mikrowelle eingeschaltet - alle waren kaputt. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber meine statistische Analyse lässt mich darauf schließen, dass Mikrowellen schlecht für Handys sind " wird unweigerlich folgen.

5) Die Reputation der TU wird durch politisch erzwungene Pimperldissertationen beschädigt und unsere Abschlüsse werden abgewertet.

ein bisschen fragwürdig würde ich es halt finden, wenn man jetzt folgendes überhand nehmen würde:

master in BWL an der FH, danach der donau-uni krems berufsbegleitend in 6 monaten, inklusive diss über "homoöpathieaspekte der mitarbeiterrationalisierung" o.Ä.. ich bezweifle dass das die idee der leute war die sich unser bildungssystem ausgedacht haben ...

Normalerweise ist das weniger ein Problem. Solche Titelmühlen sind bekannt und rufen üblicherweise nur ein müdes Lächeln hervor. Problematisch für uns wird es, wenn die TU sich in Richtung einer Titelmühle bewegt (siehe oben).

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...

4) Die erste Dissertation mit der Aussage "Ich habe 1000 Handys in die Mikrowelle gelegt und die Mikrowelle eingeschaltet - alle waren kaputt. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber meine statistische Analyse lässt mich darauf schließen, dass Mikrowellen schlecht für Handys sind " wird unweigerlich folgen.

5) Die Reputation der TU wird durch politisch erzwungene Pimperldissertationen beschädigt und unsere Abschlüsse werden abgewertet.

Wundervoll auf den Punkt gebracht... genau in diese Richtung bewegt es sich leider schon seit Jahren.

Eine wesentliche Sache, womit die TU (und bei uns Prof. Prechtl) gegen diese Entwicklung gehalten hat war eben diese erwähnte, "Ja, komm zu uns studieren, aber EDYN bringst du mir bitte nach" Politik. Ich hab das bisher immer als Qualitätssicherung gesehen und für gut befunden. Ich bin prinzipiell guter Dinge, das die Profs auch für diese neue Situation eine Lösung finden werden. Ein wenig Skepsis wegen zitiertem Szenario ist aber dennoch vorhanden. Das Niveau runter zu korrigieren kann jedenfalls nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

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Edyn macht in Telekomm noch sehr wohl Sinn (Wellenausbreitung, Leitungen, ...) und hier finde ich es auch sehr wohl angebracht. Aber besser als einfach Edyn zu verlangen wäre eine Ergänzungsprüfung - optional auf Englisch, die auf den Master-Kandidaten zugeschnitten ist. So viele Master-Interessenten von anderen TUs und überhaupt Master-Studenten gibt es nicht, als das es ein Problem darstellt, gerade nicht bei Telekomm.

Aber rein als Qualitätssicherungs-Massnahme das für alle vorzuschreiben ist eine Zumutung. Insbesondere wenn er bereits mit einem ET-Bachelor-Abschluss einer anderen Uni gezeigt hat, dass er Mathematik und ET-Grundlagen hinreichend gut kann, oftmals sogar besser als jene, die bei uns 4er beim 3. Antritt (trotz alten Beispielen) haben. Denn Algebra, Analysis und Statistik sowie gewisse ET-Grundlagen kommen wohl in jedem ET-Studiengang vor.

Was Pimperldissertationen betrifft: Die Gefahr sehe ich nicht, denn Disseratationen im technischen Bereich schreiben doch ohnehin meist nur wissenschaftlich interessierte Studenten wie schon erwähnt muss sich auch ein Betreuer finden, der seinen Namen und Ruf dafür zu riskieren bereit ist.

1) Weil viele die Grundlagen nicht mitbringen (und auch nicht mehr nachlernen müssen) und keine Vorstellung von wisschenschaftlicher Forschung besitzen werden viele nicht einmal einen Betreuer für ihre Diss finden und zwangsweise einen zugewiesen bekommen, der sie natürlich dementsprechend motiviert betreuen wird. Entsprechend viele werden wohl schon vor Beginn der Diss aufgeben.

Dafür ist aber auch ein TU-Abschluss kein Garant, da muss ich greeenway zustimmen. Und wenn man das Studium so angeht, in wirklich jedem Grundlagen-Fach einfach mal 3x hinzugehen um dann einen 4er zu bekommen ist man wohl fachlich nicht besser als ein mittelmässiger FH-ler. Und ich glaube auch nicht, dass so jemand freiwillig ein Doktorat machen wird.

Wird wirklich ein Betreuer zwangsweise zugewiesen?

4) Die erste Dissertation mit der Aussage "Ich habe 1000 Handys in die Mikrowelle gelegt und die Mikrowelle eingeschaltet - alle waren kaputt. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber meine statistische Analyse lässt mich darauf schließen, dass Mikrowellen schlecht für Handys sind " wird unweigerlich folgen.

Haha, selten so gelacht ;)) Oder das als Dissertationsthema ("Über den Zusammenhang von Fernseher-Reparaturen mit Stromausfällen") ;))

5) Die Reputation der TU wird durch politisch erzwungene Pimperldissertationen beschädigt und unsere Abschlüsse werden abgewertet.

Liegt der Wert eines Studiums nur im Abschluss ? Jene, die aus Karrieregründen studieren trifft es doch ohnehin erst, wenn sie den Abschluss nicht mehr brauchen, da sie genug Referenzen im Portfolio haben. Und bei Wissenschaftern zählen doch auch die Publikationen und Konferenzen.

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Die Gefahr sehe ich nicht, denn Disseratationen im technischen Bereich schreiben doch ohnehin meist nur wissenschaftlich interessierte Studenten wie schon erwähnt muss sich auch ein Betreuer finden, der seinen Namen und Ruf dafür zu riskieren bereit ist.

Ich glaub, da muss man wieder ein paar Sachen feststellen:

1) Die Anzahl der Dissertanten ist umgekehrt proportional zum Aufwand des Doktoratsstudiums.

2) Die FHs sind die Liebkinder der Landeskaiser, haben große Marketingbudgets und offensichtlich eine starke Lobby. Nur so haben die es auch geschafft, zuerst das (FH) in Dipl.-Ing. (FH)/Mag. (FH) zu streichen, sich "University of Applied Sciences" nennen zu dürfen, dann überhaupt Zugang zu den Doktoratsstudien zu erhalten und jetzt auch noch den Angleichkatalog loszuwerden.

3) Die FHs sehen sich in Konkurrenz zu den Unis und haben ein Interesse zu zeigen, dass FH-Absolventen "es auch auf der Uni locker schaffen" und "dass die FHs den Unis mindestens ebenbürtig sind". Solche Sachen lassen sich nämlich in mehr und bessere Studenten/Bewerber, Prestige und vor allem €€€ ummünzen.

Die FHs wären blöd, würden sie nicht als nächstes alle Räder in Bewegung setzen, so dass sie aus jedem Jahrgang ein paar FH-Absolventen mit Dr.-Abschluss (ohne Ausgleichskataloge zu benötigen) zum Herzeigen bekommen - alles andere wäre nämlich ein marketingtechnisches Desaster. Wie du sagst, ist das *normalerweise* wissenschaftlich Interessierten vorbehalten und bringt einen großen Aufwand mit sich, besonders wenn man von der FH kommt und noch ordentlich nachlernen muss. Ich persönlich erwarte deshalb, dass man die FH-Absolventen motiviert, indem man den Hebel bei 1) ansetzen und versuchen wird, die Diss-Anforderungen für die FHler in Zukunft "anzupassen". Wenn sich das so weiterentwickelt - Gott bewahre - wäre das ein Schlag für die Qualität der Forschung an der TU, selbst wenn immer noch die wissenschaftlich interessierteren FHler kommen würden.

Dafür ist aber auch ein TU-Abschluss kein Garant, da muss ich greeenway zustimmen. Und wenn man das Studium so angeht, in wirklich jedem Grundlagen-Fach einfach mal 3x hinzugehen um dann einen 4er zu bekommen ist man wohl fachlich nicht besser als ein mittelmässiger FH-ler. Und ich glaube auch nicht, dass so jemand freiwillig ein Doktorat machen wird.

Wie du sagst, ist das für das Doktorat wohl weniger relevant. Allerdings hatte ich bei meinen FH-Bekanntschaften den Eindruck, dass es sehr schwer ist, in den dortigen Kursen durchzufallen. Ob man beim durchgedrückt werden wirklich mehr lernt als beim drei Mal antreten?

Liegt der Wert eines Studiums nur im Abschluss ? Jene, die aus Karrieregründen studieren trifft es doch ohnehin erst, wenn sie den Abschluss nicht mehr brauchen, da sie genug Referenzen im Portfolio haben. Und bei Wissenschaftern zählen doch auch die Publikationen und Konferenzen.

Stimmt, unser abgewerteter Abschluss würde nicht mehr direkt ins Gewicht fallen.

Von einer anderen Seite aber schon: Abgewerteter Abschluss und schlechtere Forschungsqualität bedeutet, dass die TU noch mehr gute Leute verliert. Per Rückkopplung verschlechtert das die Abschlüsse noch weiter. Die Leute, die aus den TUs kommen gehen nachher üblicherweise in unsere Technologiefirmen, die hier Steuern und Sozialversicherungsbeiträge bezahlen, Arbeitsplätze bereitstellen und damit zum sozialen Frieden beitragen. Schlechte Absolventen bedeutet die packen langfristig die Koffer. Das ist dann eher schlecht.

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4) Die erste Dissertation mit der Aussage "Ich habe 1000 Handys in die Mikrowelle gelegt und die Mikrowelle eingeschaltet - alle waren kaputt. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber meine statistische Analyse lässt mich darauf schließen, dass Mikrowellen schlecht für Handys sind " wird unweigerlich folgen.

made my day :clapping:

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ich weiß nicht wie es an der TU aussieht (werd mir das bei Gelegenheit mal ansehen), aber es ist z.B. an der Uni Wien so, dass man sein Diss-Thema zuerst mal vor einer Kommission vorzustellen hat, und es angenommen werden muss, bevor man überhaupt richtig mit der Diss anfangen kann.

Theoretisch ist hier also nochmal eine Stufe Qualitätssicherung drin, denn vollkommen auf der Nudelsuppe dahergeschwommen kommt man da auch nicht durch. Ob's im Endeffekt was bringt, wird sich wohl irgendwann zeigen ;-).

Weiß auch nicht wie das international so aussieht...

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...

4) Die erste Dissertation mit der Aussage "Ich habe 1000 Handys in die Mikrowelle gelegt und die Mikrowelle eingeschaltet - alle waren kaputt. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber meine statistische Analyse lässt mich darauf schließen, dass Mikrowellen schlecht für Handys sind " wird unweigerlich folgen.

....

Bitte sehr - da haben wir's! Und es gibt wirklich Leute, die das glauben.

TX9dbK6.jpg

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Ist finde ich eine interessante Sache. Meines Wissens nach werden/wurden die FHs auch auf 6 Sem (180 ECTS) Bachelor + 4 Sem (120 ECTS) Master umgestellt?! Vom ECTS-Aufwand her also gleich, warum also nicht auch gleichberechtigt?

Vorher waren da eher 8 Sem Studien die Regel, oder? So wie die meisten alten Diplom-/Magisterstudien in der Geisteswissenschaft.

 

Wenn man sich das international ansieht, ist ein 8 Sem (240 ECTS) Abschluss aus Österreich schnell mal nur einem Bachelor gleich (weil die oftmals ebenso 8 Sem dauern) und man wird damit auch nicht gleich zu einem Doktorat zugelassen; tw. muss man dann auch noch einen einjährigen Master nachholen. Ich glaub innerhalb der EU müssen sie einen allerdings lassen, wenn der akademische Grad einen im Inland zu einem Doktorat berechtigt, was ja ein 240 ECTS Magister z.B. tut.

Weil auf der FH viel weniger verlangt wird und somit deutlich leichter ist. Wenn sie diese Tür öffnen, tut sich bald keiner mehr den extrem schweren Elektrotechnik Bachelor an. Warum soll er sich mit Prechtl und Kugi rumschlagen, wenn es auch einfacher geht. Man tut sich damit , also echt nichts gutes, wenn man es FH Absolventen so leicht macht . 

 

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